#4 | 2020
SYN] Magazin
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Familienangelegenheit: Assembly Control Node unterstützt die Produktion des Assembly Control Node

Entdecken Sie, wie Prozesskontrolltechniken die Produktion des Industrie PCs AC Node optimieren

Was zunächst nach Wortspiel klingt, ist alles andere als Spielerei: bei der Produktion des Assembly Control Node, dem Atlas-Copco-Industrie-PC neuester Generation, sorgen seine „Geschwister“ dafür, die Produktion effizienter zu machen, die Produktqualität zu steigern und die Rückverfolgbarkeit aller Daten zu gewährleisten.

Das schafft der kurz „AC Node“ genannte Industrierechner für die Prozessvisualisierung nicht alleine: die Prozess-Kontroll-Software SQS mit Werkerführung, MicroTorque-Focus-Steuerungen sowie handgehaltene Kleinschrauber der MicroTorque-Serie leisten ebenfalls ihren Beitrag, um optimale Produktqualität, Prozessergebnisse und -dokumentation zu liefern. 

Blicken Sie hinter die Kulissen der AC Node-Fertigung in unserer schwäbischen Produktgesellschaft und entdecken Sie die umfassenden Lösungen zur Prozesskontrolle von Atlas Copco: im Wortsinne eine Familienangelegenheit. 



Seit Oktober 2019 ist er auf dem Markt: Assembly Control Node, der Industrierechner neuester Generation von Atlas Copco. Entwickelt und gefertigt wird dieser Industrierechner als zentrale Schaltstelle einer jeden Montagelinie in der süddeutschen Atlas-Copco-Produktgesellschaft Synatec GmbH. In Echterdingen bei Stuttgart werden seit Jahrzehnten innovative Software- und Hardwarelösungen für die Industriemontage entwickelt und produziert.

Im Sommer 2019 startete die Fertigung dieses extrem robusten, dennoch nutzerfreundlichen und stylisch anmutenden Industrierechners, der die Automatisierung und Qualitätssicherung voranbringen soll. Vier Modelle des AC Nodes mit unterschiedlichen Leistungsstufen sind lieferbar und verringern Ausfallzeiten in der Industriemontage und steigern die Produktivität durch die Prozessvisualisierung. Bei seiner Fertigung setzt Atlas Copco auf weitere hauseigene Prozesskontroll-Lösungen, um – ganz im Sinne von Industrie 4.0 – die Montage effektiver zu gestalten, Prozesse zu vereinfachen und zu dokumentieren. Diese senken Produktionskosten und gewährleisten eine optimale, fehlerfreie Produktqualität. 

Was lag also näher, als einige der ersten Serien-Geräte des Assembly Control Nodes nach Prüfung und Freigabe an den Montageplätzen in der Produktgesellschaft zu installieren. 

Alexander Staff, Produktmanager Hardware, sowie Ingo Henzler, Projektmanager für die Einrichtung der Montageplätze, freuten sich dabei nicht nur über die richtungsweisende Konnektivität des AC Nodes, sondern auch über die extreme Flexibilität und das geringe Eigengewicht, das die Montage durch eine einzelne Person ermöglicht. 

Nach der Installation der Prozess-Kontroll-Software „Scalable Quality Solution“ (SQS-Software) wird jeder Arbeitsschritt im Rahmen der Fertigung eindeutig visualisiert und durch vorgegebene Montagereihenfolgen werden Fehler in der Montage vermieden. Bauteile werden vom Werker gescannt, automatisch überprüft (Teileverbauprüfung) sowie dokumentiert. Der Werker bestätigt anschließend manuell die durchgeführten Arbeitsschritte und Schraubprozesse über den Touch-Screen des AC Nodes, der selbst mit Handschuhen bedient werden kann.   

Durch die bereits integrierte E/A-Ebene des Industrie-PCs ist eine Interaktion mit dem Arbeitsplatz, bspw. einer Bauteilverrastung möglich. Hierdurch könnten auch externe Knöpfe, Schalter, Fußpedale oder ähnliches abgefragt und in den Prozess eingebunden werden. Viele dieser Anwendungsfälle sind einfach realisierbar, bei denen früher eine separate SPS benötigt wurde.

Durch den Einsatz der neuesten handgehaltenen Kleinschrauber ETD-MT der MicroTorque-Serie werden durch intelligente Schraubstrategien, wie der „Kontrollstufe Kopfauflage“, Probleme beim Schraubvorgang automatisch erkannt und beseitigt. Die zusätzliche Winkelüberwachung erkennt falsche oder falsch ausgerichtete Schrauben sowie fehlende Komponenten. Mittels LED und taktiler Rückmeldung zeigt der ETD-MT-Schrauber in Kombination mit dem MicroTorque Focus 6000 dem Werker unmittelbar an, ob die vordefinierten Schraubparameter eingehalten wurden. Die ergonomische und kompakte MicroTorque-Serie, speziell entwickelt für Verschraubungen mit niedrigen Drehmomentwerten, eignet sich besonders für Montageaufgaben in der Elektronikbranche, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt. 

Eine ähnlich konzipierte Nacharbeitsstation ermöglicht einfache und effiziente Korrektur falscher oder fehlender Montageschritte dank der unmittelbaren Dokumentation und Anzeige der bisherigen Montageresultate über die SQS-Software. 

Die Werkerführung der SQS-Software ermöglicht, neue Mitarbeiter bei minimalem Trainingsaufwand rasch an die Montageaufgaben heranzuführen. Montageprozesse sind klar definiert, vereinfachen die Arbeitsschritte und führen so zu besseren Ergebnissen sowie zu einer höheren Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Mittelfristig ist die Erweiterung um eine Pick-to-Light-Lösung für eine effizientere Bauteileentnahme vorgesehen. Pick-to-Light-Regale signalisieren dabei dem Werker softwaregesteuert über Lichtzeichen, in welchem Fach die zu verwendenden Bauteile liegen. Diese Pick-to-Light-Lösungen werden ebenfalls über die SQS-Software gesteuert und dokumentiert. 

Tatiana Smirnova, Supply-Chain-Manager

„Dank unseres AC Nodes sowie der Prozesskontroll- und Werkerführungssoftware steigerten wir unseren FTR (First-Time-Right) von 95 % auf 98 %, wobei die verbleibenden 2 % nicht auf den Produktionsprozess zurückzuführen sind. Komplizierte Nacharbeitsprozesse konnten wir nahezu eliminieren und menschliche Fehler weitestgehend ausschließen. Durch die  Werkerführung wurde die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter nahezu halbiert, da nicht mehr alle Produktvarianten trainiert werden müssen.“


Dank der umfassenden Atlas-Copco-Software- und Hardwarelösungen werden auch alle künftigen Geschwister des Assembly Control Nodes effizient und mit höchster Produktqualität gefertigt – eben eine Familienangelegenheit.


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