#4 | 2020
SYN] Magazin
17/21

Kleben und Dosieren

Dynamische Entwicklungen brauchen innovative Partner
Flexibilität als Standard

Kein Dicht-, Verguss- und Klebprojekt ist wie das andere, jedes Bauteil und jedes Medium stellt eigene Ansprüche an die eingesetzte Technik. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss der Dosierprozess deshalb ganzheitlich betrachtet und das System passend zum Werkstück und dem verwendeten Gießharz gewählt werden. Auch Faktoren wie die spezifische Dosieraufgabe (Kontur, Füllen etc.), Taktzeit sowie Qualitätsanforderungen und Prozessumgebung spielen bei der Auslegung der optimalen Dosierlösung eine wichtige Rolle.




Damit bei so viel Individualität die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, haben wir ein Baukastensystem aus standardisierten Anlagenmodulen entwickelt. Daraus lassen sich einzelne Prozesse entnehmen und entsprechend den individuellen Anforderungen kombinieren – ohne den Standard zu verlassen. Auf Basis der Aufgabenstellung und des vorgesehenen Vergussmaterials können so die jeweils geeigneten Systemkomponenten aus dem Baukasten gewählt und zur passenden Systemlösung kombiniert werden. Materialaufbereitung, -förderung und -dosierung sowie Prozessautomation sind dabei optimal aufeinander abgestimmt. Auch Weiterentwicklungen fließen kontinuierlich in unsere Lösungen mit ein.

Mit der Systemlösung für selbstnivellierende Medien lassen sich zahlreiche unterschiedliche Dosieraufgaben vom Kleben über das Dichten bis zum Füllverguss realisieren..


Individualisierung - wenn Standard nicht reicht 

Manche Kleb-, Dicht- und Vergussprojekte stellen Anforderungen, die mit „Standard“ allein nicht immer zu erfüllen sind. Sehr individuelle Anforderungen erfüllen wir deshalb mit kundenspezifischen Anlagenlösungen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Laufe unserer 30-jährigen Markttätigkeit eine tiefgehende Expertise im Bereich der Prozessautomatisierung rund um unsere Kernkompetenzen Dosiertechnik und Materialaufbereitung bzw. -förderung aufgebaut.

Vollautomatisierte Produktionslinie für das Kleben und Fügen von Automotive-Displays.


Die Spanne der verfügbaren vor- und nachgeschalteten Prozessschritte reicht von der Bauteil- und Positionserkennung über die Oberflächenreinigung bis hin zu Qualitätssicherungssystemen und Systemintegration. Dabei geht es nicht nur darum, diese Prozesse einzeln optimal zu realisieren, sondern sie vielmehr in Kombination und im Zusammenspiel mit den Standardsystemen zu beherrschen. So entstehen Lösungen nach Maß – von der teilautomatisierten Produktionsanlage bis zur schnelltaktenden Hochleistungslinie.


Im angeschlossenen Rundtakttisch mit fünf Prozessstationen werden Display und Metallträger exakt ausgerichtet und gefügt.


Beispiel aus der Praxis: Linie und Rundtakttisch für das Kleben und Fügen von Automotive-Displays 

Diese vollautomatisierte Produktionslinie für die Automobilindustrie wurde für das hochpräzise Kleben und Fügen von Displays konzipiert. Sie besteht aus vier in Reihe geschalteten Bearbeitungs- bzw. Dosierzellen sowie einem angeschlossenen Rundtakttisch mit fünf Prozessstationen. Auf dieser Linie können unterschiedliche Displayvarianten mit nur sehr geringem Rüstaufwand gefügt und bearbeitet werden. Zur Einhaltung der erforderlichen Taktzeit wurden die Zellen mit einem doppelten Bandumlaufsystem miteinander verbunden. Dies erlaubt die Bearbeitung von zwei Bauteilen in Alternation – ohne taktzeitverlängernde Nebenzeiten.


Zwei Roboterarme mit speziell ausgelegten Greifern sorgen im Rundtakttisch für ein schnelles und gleichzeitig schonendes Handling von Display und zugehörigem Träger.

Artikel weiterlesen