#3 | 2019
SYN] Magazin
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Holger Schuh

Business Development Engineer Automotive, Thermal Management Henkel AG & Co KGaA

„Die wichtigsten Eigenschaften, die das Wärmeleitmaterial für die voll automatisierte Großserienfertigung modularer Batteriepakete erfüllen muss, sind aus unserer Sicht eine effiziente Wärmeleitfähigkeit und eine zuverlässige, dauerhafte Spaltstabilität. Das bedeutet, das Material muss bei hoher Strukturfestigkeit auch ausreichend Dehnvermögen besitzen, um die unterschiedliche Wärmeausdehnung der verbauten Gehäusematerialien zu tolerieren. Das Material muss sich außerdem zuverlässig applizieren lassen, um einen schnellen Dosierprozess zu ermöglichen und gleichzeitig den Verschleiß der Dosieranlage zu begrenzen. Darüber hinaus werden im Fahrzeugbau häufig silikonfreie Materialien gefordert. Insbesondere in Lackieranlagen wird befürchtet, dass Silikone zu potenziell schwerwiegenden Benetzungsproblemen führen.

Um diesen Befürchtungen entgegenzuwirken und das Ausgasen der für die Lackierung gefährlichen Siloxane zu verhindern, haben wir eine Reihe von silikonfreien Wärmeleitmaterialien entwickelt. Darüber hinaus ermöglichen unsere zweikomponentigen silikonfreien Wärmeleitmaterialien einen energiesparenden Aushärtungsprozess bei Raumtemperatur. Aufgrund der Menge des in einer solchen Anwendung verwendeten Materials sind die Kosten für den Kunden entscheidend. Wir konzipieren unsere Materialien so, dass die Kosten für den Kunden angemessen bleiben und gleichzeitig eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet ist. Darüber hinaus muss das Gewicht dieser Materialien minimiert werden, was wir bei der Wahl der verwendeten Rohstoffe stets beachten.“

(Foto: Henkel)

Zum Hauptartikel: Starke Paste für mehr Leistung